Bericht aus der Gemeinderats-Sitzung

Veröffentlicht am 07.05.2005 in Fraktion

SPD-Antrag im Gemeinderat einstimmig befürwortet
Ganztags-Schule verbessert den Start ins Leben!

Im Kultur-Ausschuß wurde die Schüler-Betreuung behandelt. Entsprechend dem SPD-Wahlprogramm sprachen die SPD-Gemeinderäte die Möglichkeit der Errichtung einer Ganztags-Schule an.

Man einigte sich im Ausschuß dahingehend, eine Gesamtschul-Konzeption zu erarbeiten mit Raumplanung, Kosten- und –folgeberechnungen sowie mit pädagogischen Inhalten. Die Angelegenheit hat auch die SPD beraten. Die Fraktion beschloß, einen Antrag über die Einrichtung einer Ganztags-Schule im Gemeinderat zu erstellen. In der Januar-Sitzung stand dieses Thema nun auf der Tagesordnung zur Entscheidung an.

Gemeinderat Janfried Patzschke begründete für die SPD-Fraktion die Notwendigkeit einer Ganztags-Schule in Oftersheim. „Es ist nicht nur Aufgabe der Bildungspolitiker in Land und Bund, sondern auch Aufgabe des Gemeinderats, hier in Oftersheim für bessere Chancen unserer Kinder im Bildungs- und Ausbildungsbereich einzutreten“. Janfried Patzschke führte aus, dass die PISA-Studie gezeigt habe, dass Länder mit Ganztags-Schulen ihre Kinder besser auf das Erwerbsleben vorbereiten können. Im internationalen Vergleich schneidet die Bundesrepublik schlecht ab. Gründe dafür sind unzureichende Betreuung und zu geringe Förderung der Kinder im Elternhaus sowie die mangelhafte Fähigkeit unseres Schul-Systems, die sozialen Benachteiligungen abzubauen. „Schlechter gestellte Kinder bleiben von Anfang an auf der Verliererstraße“, betonte Janfried Patzschke. Die erziehungswissenschaftliche Forschung ist sich einig, dass die Ganztags-Schulen klare Vorteile gegenüber der Halbtagsform haben. Wenn wir unseren Kindern die besten Bildungschancen bieten wollen, müssen wir die Schulstrukturen aufbrechen, ändern und verbessern, forderte Janfried Patzschke.

„Wir werden uns draußen in der Welt nur behaupten und unsere volkswirtschaftliche Position ausbauen, wenn wir unsere Kinder besser schulen und ausbilden als die Mitbewerber. Wir können es uns nicht leisten, dass etwa ein Drittel unserer Kinder als bildungsschwach und nicht ausbildungsfähig gelten“, machte Janfried Patzschke deutlich und fuhr fort: „Wir erschließen ein Neubaugebiet für über 2.000 Neubürger und werben als kinderfreundliche Gemeinde um junge Familien. Viele Eltern wünschen – auch aus finanziellen Gründen – eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Dafür müssen wir auch im Interesse der Weiterentwicklung unserer Gemeinde sorgen“.
Janfried Patzschke bemängelte, dass bisher der politische Wille, jetzt aber die finanziellen Mittel fehlen. Die Bundesregierung ergriff trotzdem die Initiative für eine Bildungsreform mit flächendeckender Ganztags-Betreuung für Schulkinder. Sie legte das sogenannte IZBB-Programm auf, ein Investitions-Programm für Zukunft, Bildung und Betreuung in Höhe von vier Milliarden ¤ mit einer vierjährigen Laufzeit von 2003–2007. Die Bundesregierung erstattet den Städten und Gemeinden aus diesem Topf die Investitions-Kosten mit 90 % für die Einrichtung von Ganztags-Schulen. Das Land Baden-Württemberg ist aufgerufen, seinen Beitrag zur personellen Ausstattung zu leisten. Wir sind der Meinung, dass Investitionen in unsere Kinder, also Investitionen in unsere Zukunft wichtiger sind, als das Geld in Stuttgart für die neue Messe oder für den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs auszugeben.

Janfried Patzschke fasste zusammen: „Die SPD-Fraktion freut sich, dass die Leitung der Theodor-Heuss-Schule unseren Antrag positiv bewertet. Wenn die Gesamtlehrer- und Schulkonferenz, der Elternbeirat und der Gemeinderat gemeinsam und uneingeschränkt zusammenwirken, besteht die Chance, mit relativ geringen eigenen Mitteln für unsere Kinder ein zukunftsfähiges und modernes Bildungs- und Betreuungsangebot zu schaffen. Ganztags-Schulen bieten mehr Zeit zur Förderung der unterschiedlichen Stärken und Interessen des einzelnen Kindes. Ganztags-Schulen sind zukunftsweisend und helfen den Eltern, Familie und Beruf besser zu vereinbaren. Die SPD-Fraktion ist mit dem weiteren Vorgehen, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, einverstanden“.

Peter Wierer

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

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  • Beitragsfreie Kinderbetreuung
  • flexible Betreuungszeiten in allen Kindergärten, unter Beibehaltung der Betreuungsqualität Ganztagsgrundschulen
  • Vorlage eines aktuellen Umweltberichts
  • Förderprogramm für den lokalen Handel
  • Barrierefreiheit am Bahnhof, an den Bushaltestellen und allen Kreuzungsübergängen
  • Tempo 30 im ganzen Ort und zügige Sanierung der Straßen
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  • Renaturierung des Rod&Gun-Platzes

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