Werner Henn referiert Wahlprogramm

Veröffentlicht am 21.09.2009 in Wahlen

Werner Henn, seines Zeichens Bundestagskandidat der SPD für den Wahlkreis Schwetzingen-Bruchsal, hatte sich einen halben Tag Zeit genommen, um die Gemeinde Oftersheim kennen zu lernen. In Begleitung der örtlichen " Politprominenz" hatte er ausführlich mit Bürgermeister Helmut Baust gesprochen, war anschließend im strömenden Regen über den Wochenmarkt geschlendert und stellte abends im SG-Clubhaus das Wahlprogramm der SPD beziehungsweise zunächst einmal sich selber vor.

Werner Henn ist in Rumänien geboren, kennt also auch die andere Seite des ehemaligen " eisernen Vorhangs" aus eigener Erfahrung. Beruflich arbeitet er in der Kultur-und Politikredaktion des europäischen Senders " Arte", sein Studio befindet sich in Baden-Baden, wo er mit seiner Familie wohnt und für die SPD im Stadtrat sitzt. Aufgrund seiner eigenen Biographie ist ihm die Freiheit ein wichtiger Wert, für den er vehement eintritt. Hinzu kommen Gerechtigkeit , Solidarität und Nachhaltigkeit als weitere Pfeiler sozialdemokratischer Politik. Dem Referenten gelang es eindrucksvoll, den sogenannten Deutschlandplan der Sozialdemokratie in recht kurzer Zeit so vorzustellen, dass die Zuhörer wussten, was die SPD im Falle einer Regierungsbeteiligung mit der Bundesrepublik vor hat.

bezahlt würden, in den letzten Jahren seien die Reallöhne teils kräftig gesunken. Und das in manchen Berufsfeldern so wenig gezahlt wird, dass trotz Vollzeitstelle das Geld hinten und vorne nicht reicht, sei doch ein ziemlicher Skandal. In Übereinstimmung mit seiner Partei forderte er daher einen gesetzlichen Mindestlohn, der nicht unterschritten werden darf. Auch komme der Markt sehr oft zu relativ seltsamen Ergebnissen hinsichtlich der Lohnfindung. So müssten vor allem Erziehungs,- und Pflegeberufe aufgewertet werden, denn alle in diesem Bereich leisten gesellschaftlich äußerst wertvolle Arbeit.

Ähnlich sieht Werner Henn den ganzen Bildungsbereich. Bildung ist ein Menschenrecht, deswegen muss sie allen kostenfrei zur Verfügung gestellt werden. Jedes Kind hat ein Recht auf die bestmögliche Betreuung auf seinem "Bildungsweg", deswegen muss in diesem Bereich kräftig investiert werden, denn Deutschland hat im Prinzip nur dieses " Kapital". Fast schon revolutionär sein Vorschlag, das Bildungssystem in die Hände des Bundes zu legen. Es dürfe nicht sein, dass ein bayrischer Realschüler mehr können muss als ein Bremer Abiturient, so Werner Henn zum Abschluss des Themas.

Eine sehr große Bedeutung habe für ihn die Energieversorgung der Zukunft. Als stolzer Besitzer einer Solaranlage auf dem eigenen Hausdach erwähnte er die steigenden Beschäftigtenzahlen in diesem Sektor. Natürlich würden viele der regenerativen Energien noch subventioniert, aber das sei bei der risikoreichen Atomkraft genau betrachtet noch heute so. " An der Steigerung der Energieeffizienz führt kein Weg vorbei" , so Werner Henn beim Blick in die Zukunft des Landes. Bei der Gesundheitsversorgung plädiert er übrigens für eine Abkehr vom bisherigen System hin zu einer Bürgerversicherung, in die alle Bürgerinnen und Bürger einzahlen und die das medizinisch notwendige abdeckt. Soweit der mit viel Beifall bedachte Vortrag des Bundestagskandidaten. Der Ortsvereinsvorsitzende Jens Rüttinger bedankte sich bei Werner Henn, dass er sich in der Endphase des Wahlkampfes so lange Zeit genommen habe, um Oftersheim kennen zu lernen. In der anschließenden lockeren Fragerunde wurde noch so manche Frage an den Kandidaten gestellt, die dieser sehr souverän beantwortete und sich damit genau wie mit seinem Vortrag die Symphatien der Zuhörer sicherte.

Ingo Staudt

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

Unser Team für Oftersheim

  • Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft
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  • flexible Betreuungszeiten in allen Kindergärten, unter Beibehaltung der Betreuungsqualität Ganztagsgrundschulen
  • Vorlage eines aktuellen Umweltberichts
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  • Barrierefreiheit am Bahnhof, an den Bushaltestellen und allen Kreuzungsübergängen
  • Tempo 30 im ganzen Ort und zügige Sanierung der Straßen
  • Stellplätze für Mietfahrräder am Bahnhof und Rathaus
  • Renaturierung des Rod&Gun-Platzes

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