Vortrag über Mehrgenerationenhaus

Veröffentlicht am 06.01.2009 in Ortsverein

In den Bürgersaal in der Eichendorffstraße hatte der Ortsverein der Oftersheimer Sozialdemokratie geladen, wo der Vorsitzende Jens Rüttinger die Gäste herzlich willkommen hieß. Schon seit geraumer Zeit beschäftigt sich die SPD mit dem Thema " demographischer Wandel", was nichts anderes bedeutet, als das bald immer mehr alte Menschen immer weniger Jungen gegenüberstehen, mit allen Konsequenzen für die Gesellschaft. Auf Initiative des Vorstandsmitgliedes und Kirchenrates Pfarrer Wolfgang Burkhardt hatte man den Leiter der diakonischen Hausgemeinschaften in Heidelberg, Ingo Franz, zu einem Vortrag über das Mehrgenerationenhaus in Heidelberg gewinnen können, um sich so über neue Entwicklungen auf dem Gebiet des generationsübergreifenden Wohnens zu informieren.

Der Referent begann denn sogleich, "sein" Projekt, das Mehrgenerationenhaus in Heidelberg-Rohrbach, vorzustellen. Die Zuhörer erfuhren, wie viel Mühe und Engagement die Errichtung und das Betreiben der Einrichtung gemacht haben oder besser noch machen. In diesem Haus wohnen Behinderte und Nichtbehinderte verschiedenster Alters- und Härtestufen miteinander in einem Haus. Das Projekt geht dabei von einem Kompetenzmodell und nicht von einem Defizitmodell aus, das heißt man überlegt ,was die behinderten Personen noch können und schaut nicht darauf, was sie nicht oder nicht mehr zu leisten imstande sind. Überwunden werden sollen die Faktoren, die Menschen üblicherweise ausgrenzen, sie nicht in ganzem Umfang teilnehmen lassen an gesellschaftlichen Vorgängen. Das muss nicht zwangsläufig eine Behinderung sein, das können auch Faktoren wie mangelnde Bildung, schwache Sprachkenntnisse, hohes Alter, Aussehen oder andere sein.
Die Integration oder Einbindung in die Gesellschaft zu fördern ist neben dem Angebot einer Heimat das größte Anliegen des Mehrgenerationenhauses. Ingo Franz erzählte von Menschen mit erschütternden Einzelschicksalen, die im Mehrgenerationenhaus, gelebt hatten und nicht nur als zu betreuende oder zu pflegende Menschen behandelt wurden, sondern trotz ihres schweren Schicksals auch etwas mitzuteilen hatten, was wertvoll für die sie umgebenden Menschen war. Sehr wichtig, so betonte der Referent, sei ein umfangreiches Netzwerk zur Betreuung der Einwohner des Hauses, sowie eine gute Kooperation zwischen den hauptamtlichen und den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Viele ehrenamtliche Mitarbeiter identifizieren sich mittlerweile mit dem Mehrgenerationenhaus, auch die Finanzierung ruht mittlerweile auf mehreren Beinen, aus verschiedenen Töpfen und Spenden fließen die Geldmittel, ohne die eine solche Einrichtung nicht lange bestehen kann.
Das Haus selbst definiert sich über seine grundsätzliche Offenheit, das bedeutet im Prinzip kann der Heidelberger Bürger nachmittags dort vorbei kommen und zum Beispiel seine Kinder zur Betreuung dort abgeben. Ein wechselseitiges Geben und Nehmen soll diesen offenen Ort der Begegnung auszeichnen. Bestens integriert in die Nachbarschaft und mit einem stabilen Netzwerk aus unterschiedlichen Helfern blickt Ingo Franz sehr zuversichtlich auf die Zukunft der mittlerweile etablierten Einrichtung. Damit schloss er seinen hochinteressanten und mit viel Beifall bedachten Vortrag, Das Thema für die anwesenden Oftersheimer Bürger war jetzt, wie man die in Heidelberg gemachten Erfahrungen auf die Oftersheimer Ebene "herunterbrechen" kann, denn für ein Projekt in gleichen Dimensionen dürfte die Gemeinde zu klein sein. Kompetenzen sind vor Ort sicher vorhanden, man denke nur an den "offenen Treff" der Lebenshilfe, das Siegwald-Kehder-Haus, oder das AWO-Cafe um nur zwei Beispiele aus Oftersheim zu nennen. Um viele Anregungen reicher gingen die Besucher anschließend nach Hause.
Weitere Informationen zum Mehrgenerationenhaus finden Sie unter: www. hausgemeinschaften.de

Ingo Staudt

 

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