Bei Temperaturen, die schon eher an einen Wintertag erinnerten als die Tage zuvor, machte sich die Fraktion und der Vorstand der Oftersheimer Sozialdemokratie auf den nicht allzu langen Weg in das Neubaugebiet Nord-West. Bei Glühwein und Gebäck wollte man den " Neubürgern" die Gelegenheit geben, einerseits den Ortsverein der Sozialdemokratie und dessen Mitglieder kennen zu lernen; aber auch eigene Wünsche zu äußern und Probleme zu erörtern.
Die Baufortschritte im Neubaugebiet sind mittlerweile unübersehbar, genau wie die Baustelle am Bahnhof, wo die Züge in Richtung Mannheim immer noch nicht in Oftersheim halten. Dafür ist immerhin die "alte" Unterführung wieder benutzbar, so dass der Kontakt zwischen dem Ort und dem Gebiet über der Bahn auch für Fußgänger und Radfahrer etwas leichter und weniger umständlich wird.
Viele SPD - Mitglieder standen am Quartierplatz Rede und Antwort, wobei die Gemeinderäte natürlich am Besten darüber Auskunft geben konnten, was an Bau -und Infrastrukturmaßnahmen noch geplant oder auch schon in Bau befindlich ist. Ein besonderes Problem der Anwohner scheint der Schulweg der Kinder zu sein. Noch fahren die Busse des Schienenersatzverkehrs, die aber irgendwann auch wieder entfallen werden. Die Linien 717 oder 710 des BRN verkehren allerdings halbstündig zwischen den Haltestellen im Neubaugebiet und der Haltestelle am Rathaus, so dass der Weg von zu Hause bis zur Friedrich - Ebert - Schule mit öffentlichen Nahverkehrsmitteln eigentlich kein Problem sein sollte.
Ebenfalls angesprochen wurden die geplanten Einkaufsmöglichkeiten nicht nur für die Bewohner des Neubaugebietes. In unmittelbarer Nähe zur Wohnung sollen diverse Geschäfte zum Einkaufen entstehen. Desweiteren geplant sind ein Kindergarten und ein Pflegeheim, deren Bau allerdings noch nicht begonnen wurde. Gelobt wurde der neu zu benennende Quartierplatz im Zentrum des Erschließungsgebietes. Die neuen Bewohner fühlen sich trotz aller " Bauherrennöte " wohl in ihrer neuen Heimat. In der örtlichen SPD haben sie jetzt auch Ansprechpartner gefunden, die jederzeit ein offenes Ohr für ihre Anliegen haben. Die erste Kontaktaufnahme verlief erfolgversprechend, so die einhellige Meinung des Ortsvereins. Jetzt kommt es darauf an, die neuen Anwohner zu integrieren und den begonnenen Dialog auszubauen.
Ingo Staudt