SPD-Antrag: Kinderschutz „Notinsel “ beschlossen

Veröffentlicht am 23.12.2007 in Fraktion

SPD-Fraktion berichtet aus der Gemeinderats-Sitzung

Fraktionssprecher Gerhard Wenner bat Ende Oktober Bürgermeister Helmut Baust, den SPD-Antrag „Notinsel für Kinder“ vom Juni öffentlich zu behandeln und im Gemeinderat beschließen zu lassen. Gewalt an Kindern ist ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft. Deshalb drängte die SPD den Bürgermeister auf eine schnelle Entscheidung im Gemeinderat, um Kindern Schutz zu bieten vor Gefahren und Übergriffen.

Gemeinderat Jens Rüttinger begründete den SPD-Antrag. Kinder sind die schwächsten und damit die schutzbedürftigsten Menschen in unserer Gesellschaft. Ihnen muß geholfen werden. Das „Schutz-Projekt Notinsel“ will Kindern sichere Fluchtpunkte aufzeigen, in denen sofort Hilfe geleistet werden kann. „Notinseln“ können Einzelhandelsgeschäfte, Bäcker, Friseure, Banken usw. sein. An den Eingängen wird das Notinsel-Zeichen angebracht mit der Aufschrift: „Wo wir sind, bist Du sicher!“ Die Kinder müssen lernen, auf dieses Zeichen zu achten. Notinseln sind bereits in Mannheim und Weinheim sowie in den Nachbar-Gemeinden Brühl, Plankstadt, Hockenheim und Schwetzingen etabliert.

Gemeinderat Jens Rüttinger weiter: „Wir alle wissen, dass unter Kindern auch Mobbing vorkommt. In so einer Situation kann eine „Notinsel“ aufgesucht werden, damit das Kind Schutz erhält. Erstaunt war die SPD-Fraktion über die Argumentation des Gewerbevereins, dass eine solche Anlaufstelle nicht notwendig sei, da Oftersheim eine sichere Gemeinde ist. In diesem Zusammenhang wurde in mindestens zwei Fällen bekannt, dass Schulkinder von Erwachsenen angesprochen wurden, in ihr Auto zu steigen. Das hat zu großer Besorgnis unter den Eltern geführt. Ein weiteres Argument, die Kinder gingen um 13 Uhr von der Schule nach Hause und in dieser Zeit seien die meisten Geschäfte geschlossen, ist nicht zutreffend. Unsere Schulkinder haben oft bereits um 11 und um 12 Uhr Unterrichtsende. Teilweise ist Nachmittagsunterricht. Kinder sind auch bis in die Abendstunden in Oftersheim unterwegs, um Freunde zu besuchen oder in den Sport- und Musikunterricht zu gehen.

Gemeinderat Jens Rüttinger betonte, dass bekannt ist, dass die Elternvertreter und Lehrer unserer beiden Schulen die Einrichtung von „Notinseln“ sehr befürworten. Was sich in Schwetzingen, Brühl und Plankstadt bewährt hat, sollte auch in Oftersheim entstehen.

Als Tischvorlage erreichte den Gemeinderat die Stellungnahme des Gesamt-Elternbeirats der beiden Oftersheimer Schulen. Darin war zu lesen, dass die Einrichtung von „Notinseln“ auch in Oftersheim als eine klare Verbesserung zum Schutz unserer Kinder gesehen wird. Der Antrag wird „ohne wenn und aber“ vom Gesamt-Elternbeirat unterstützt.

Jetzt muß der Beschluß des Gemeinderats vom Bürgermeisteramt zügig ausgeführt werden, damit die einheitlichen Aufkleber den Oftersheimer Kindern recht bald die schnelle Hilfe signalisieren können.

Peter Wierer

 

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