SPD-Fraktion berichtet aus der Gemeinderats-Sitzung
SPD-Fraktion berichtet aus der Gemeinderats-Sitzung
Der Oftersheimer Wald spielt für die Bürger und die Gemeinde eine nicht unbedeutende Rolle. Er liegt in einem Wasserschutz-Gebiet und beherbergt wertvolle Biotope, wie die Natur- und Landschafts-Schutzgebiete der Oftersheimer Dünen. In diesem Naherholungsgebiet - mit Wanderwegen, Dünenlehr-Pfad, Golfplatz und Gartenanlage - tummeln sich Spaziergänger, Radfahrer, Jogger, Reiter, Jäger und zur Zeit sind die Holzfäller am Werk, die 200 Festmeter zum Abtransport vorbereiten.
Gemeinderat Peter Wierer machte deutlich, dass der Oftersheimer Wald für die SPD-Fraktion sehr wohl eine Stellungsnahme wert sei. Was alle wissen: Der Gemeindewald ist krank. Schmarotzende Misteln, sinkender Grundwasser-Spiegel, trockene Sommer, belastende Treibhausgabe und massiver Borkenkäfer-Befall machen dem Wald schwer zu schaffen.
Was stärkt und macht den Wald stabil? Aus den Reden der Forstleute am „Tag des Waldes“ ist bekannt, dass ein naturnaher Mischwald, bestehend aus den unterschiedlichsten Bäumen und Sträuchern, widerstandsfähiger ist, als ein Waldbestand aus nur einer Baumart. Besonders wichtig ist dabei, dass sich die Waldbestände durch natürliche Aussamung verjüngen. Wo immer es geht, mit vielen Laubbäumen anreichern, dann wird der Wald gesünder, so die Vorträge am „Tag des Waldes“ und jüngst aus berufenem Munde vom „Oberförster“ des Landes, Minister Hauk, verkündet, anläßlich der Veröffentlichung des Schadensberichts über den baden-württembergischen Wald.
Monokulturen sind schädlich. Dieses Dilemma war scheinbar schon Goethe bewusst, als er reimte: „Willst Du den Wald vernichten, pflanze Fichten!“. Das Oftersheimer Naherholungsgebiet ist besonders wertvoll mit seinen vier Dünen-Schutzgebieten. Naturschutz genießt auch in der Oftersheimer Bevölkerung großen Rückhalt. Man muß es immer wieder kundtun: Die geplante L 722 zerschneidet Wald und Dünen, stellt einen Fremdkörper für Menschen und Tiere dar, passt nicht in die Natur und muß deshalb unbedingt verhindert werden.
Peter Wierer