Wohnen im Alter

Veröffentlicht am 07.05.2005 in Ortsverein

Die SPD Oftersheim greift ein heißes Eisen an

Auf Einladung der SPD sprach die Pflegedienstleiterin Carmen Kurz-Ketterer aus Oftersheim über ihre Wünsche und Vorstellungen einer alternativen Versorgung für ältere und behinderte Menschen. Der Vorsitzende des SPD Ortsvereins Jens Rüttinger deutlich, dass die Oftersheimer SPD bereits seit Sommer letzten Jahres bearbeitet und in ihr Wahlprogramm integriert hat. Er begrüßte Herrn Alex Grünenwald von der Gruppe „bed & roses“, sowie Frau Carmen Kurz-Ketterer vom gleichnamigen örtlichen Pflegedienst. Eindrucksvoll entfaltete Frau Kurz-Ketterer ihre Vision eines integrierten Wohnens von jung und alt, Behinderten und Nichtbehinderten, von Menschen, die zusammen leben und sich unterstützen.
Sie erläuterte sinngemäß, dass fast alle Oftersheimer alt werden möchten. Zugleich möchten sie möglichst jung und vor allem Beschwerdefrei bleiben. Wunsch und Wirklichkeit klaffen jedoch auseinander. Die selbständige Pflegedienstleiterin weiß aus ihrer täglichen Praxis wie das Leben der Betroffenen wirklich ist. Menschen werden nicht nur älter, sie werden definitiv alt, sehr alt. Sie müssen dann nicht wirklich krank sein, aber die Kräfte nehmen automatisch ab. Und dann heißt es vorhersehbar und doch ganz plötzlich: „Mutter, es geht nicht mehr.“
„Sie müssen in ein Heim.“ Frau Kurz-Ketterer leidet unter solchen Arbeitsbedingungen. Das hat man ihr deutlich abgespürt. Sie hat im Vordergrund keine privaten Interessen. Man spürte, ihr geht es um das Wohl der ihr anvertrauten Menschen. Wenn ein junger Mensch in ein Pflegeheim muss, nur weil es in Oftersheim an geeigneten Wohnungen für Behinderte fehlt, dann tut ihr das richtig weh und den Zuhörenden tat es das auch.
Die SPD Mitglieder nahmen das mit Interesse auf. Vor den Wahlen im Sommer hatten sie es sich vorgenommen nach den Wahlen dran zu bleiben, weil es richtig ist. Wir brauchen alternative Wohnformen im Alter, für Behinderte, aber auch für Nichtbehinderte. Was das bedeutet, erklärte Pfarrer Burkhardt mit einem Bonmot der Heidelberger Oberbürgermeisterin Beate Weber. Sie besteht bei Neubauvorhaben darauf, dass Eltern mit Kindern ihre Wohnungen mit ihren „Rollstühlen“, sprich Kinderwagen, barrierefrei erreichen können. Was für ältere Menschen hilfreich sein kann, ist für junge Mütter und Väter ein Muss, sagt sie.
Doch zurück zu der Veranstaltung der SPD Oftersheim. Eines wurde ganz deutlich: Die engagierte Pflegedienstleiterin Kurz-Ketterer hat eine wichtige Vision. Sie hat aber noch keine klare Vorstellung, wie es gehen kann und soll. Darum hat sie sich, und dafür sei ihr noch ein besonderes Kompliment, die kompetente Unterstützung von der „bed&roses“ Gruppe aus Karlsruhe mitgebracht. Alex Grünenwald, einer der Initiatoren dieser Gruppe zeigte an Beispielen anschaulich auf, dass „Neues Wohnen im dritten Alter“, eine Notwendigkeit ist. Er hörte mit freudigem Erstaunen, dass sich die SPD mit der hilfreichen DIN Norm 18025 Teil 2 (barrierefrei) bereits beschäftigt hat und dass diese Norm im Neubaugebiet jenseits der Bahn auch beachtet werden soll.
Als Fazit kann man festhalten: Kinder gehen schon nach wenigen Jahren aus dem Haus. Alte Menschen bleiben jedoch immer länger im Haus. Damit diese Veränderung von den Familien bewältigt werden kann, müssen die familiären Strukturen zukünftig besser ergänzt werden. Und dazu braucht es wieder als weitere Voraussetzung geeignete Wohnungen.
Am Ende hat die SPD beschlossen, das Thema „Wohnen im Alter“ weiter intensiv zu betreuen. Gemeinderat Rainer Ruhland wurde gebeten, eine Arbeitsgruppe zu bilden, die weitere Experten zu Rate zieht. Klaus Zöbeley, Ingo Staudt und Wolfgang Burkhardt erklärten sich sofort bereit bei diesem wichtigen Thema aktiv mit zu arbeiten.

Wolfgang Burkhardt

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

Unser Team für Oftersheim

  • Gründung einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft
  • Bürgerumfrage zum Bedarf an altersgerechtem Wohnen
  • Beitragsfreie Kinderbetreuung
  • flexible Betreuungszeiten in allen Kindergärten, unter Beibehaltung der Betreuungsqualität Ganztagsgrundschulen
  • Vorlage eines aktuellen Umweltberichts
  • Förderprogramm für den lokalen Handel
  • Barrierefreiheit am Bahnhof, an den Bushaltestellen und allen Kreuzungsübergängen
  • Tempo 30 im ganzen Ort und zügige Sanierung der Straßen
  • Stellplätze für Mietfahrräder am Bahnhof und Rathaus
  • Renaturierung des Rod&Gun-Platzes

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