Sozialdemokraten plädieren für kostenfreie Ausleihung
Gebühren führen zu 30 % Rückgang in der Bibliothek
Sozialdemokraten plädieren für kostenfreie Ausleihung
Gebühren führen zu 30 % Rückgang in der Bibliothek
Bei den Sozialdemokraten – auch in Oftersheim – heißt schon immer die Leitlinie „Bessere Bildung für Alle“. Und weil „Lesen bildet“, hat die UNESCO den „Welttag des Buches“ initiiert. Dieser wird jedes Jahr am 23. April gefeiert. Als rohstoffarmes Land lebt Deutschland von dem, was in unseren Köpfen entsteht: Einfallsreichtum und Kreativität. Bildung ist zur Schlüsselfunktion geworden. Sie entscheidet über die Zukunft unseres Landes. So wie ein kostenloser Schulbesuch selbstverständlich ist und die Gebührenfreiheit für das Erststudium eingeführt werden muß, fordert die SPD-Fraktion einhellig weiterhin die kostenlose Ausleihung von Büchern in der Oftersheimer Gemeinde-Bibliothek.
Gemeinderat Rainer Ruhland machte für die SPD-Fraktion deutlich, dass es jahrhundertelang ausschließlich das Privileg von Akademikern und Bediensteten der Fürsten und Adeligen war, sich mit Büchern aus Universitäts- und Residenz-Bibliotheken zu bilden. Nur wohlhabende Bürger konnten sich die teuren Bücher leisten. Gemeinderat Rainer Ruhland stellte klar, dass es seit dem 20. Jahrhundert zu den klassischen Aufgaben der Gemeinden gehört, öffentliche Bibliotheken zum Zwecke der Volksbildung einzurichten. Auch Oftersheim verfügt seit Jahrzehnten über eine solche wichtige Bildungseinrichtung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die den Oftersheimer Bücherfreunden weiterhin den kostenfreien Zugang zur Bildung ermöglichen muß.
Gemeinderat Rainer Ruhland betonte, dass Bildung ein Grundrecht sei und dafür Gebühren zu erheben, stellt ein Erschwernis dar, dieses Grundrecht auszuschöpfen. Wohin das führt, zeigen uns Berichte, die nachweisen, dass ausgerechnet in Baden-Württemberg und Bayern die Chance auf Bildung am eklatantesten vom Verdienst der Eltern abhängig ist. Was für Schüler zutrifft, gilt in gleicher Weise auch für Erwachsene. Gemeinderat Rainer Ruhland kritisierte: „Wir, Sozialdemokraten, halten es für einen Skandal, wenn in Zukunft baden-württembergische Studenten für ein Erststudium Gebühren bezahlen müssen. Wir halten es aber genau so verwerflich, wenn eine Gemeinde jetzt versucht, Bibliotheks-Gebühren zur Sanierung ihres Haushalts einzuführen. Die Einzelausleihung von 3,- € ist entschieden zu hoch und der erwartete Rückgang der Ausleihungen von 30 % - durch die neuen Gebühren - wird einfach in Kauf genommen. Die SPD-Fraktion lehnt den Antrag der Verwaltung einstimmig ab.“
Peter Wierer