Tour durch die Gemeinde mit Daniel Born ( dritter von l)
Geplant war eine Tour in die Vergangenheit. Als sich vergangenen Samstag Oftersheimer, SPD-Aktive und Landtagskandidat Daniel Born für eine Radtour durch die Gemeinde trafen, sollten Plätze angefahren werden, die von der Entwicklung Oftersheims künden.
Geplant war eine Tour in die Vergangenheit. Als sich vergangenen Samstag Oftersheimer, SPD-Aktive und Landtagskandidat Daniel Born für eine Radtour durch die Gemeinde trafen, sollten Plätze angefahren werden, die von der Entwicklung Oftersheims künden. Schon als Gerhard Wenner daran erinnerte, wie mit der Neugestaltung der Ortsmitte auch der Durchgangsverkehr gedrosselt werden sollte, nahm eine Teilnehmerin den anwesenden Gemeinderat Jens Rüttinger in die Pflicht: „Bei Baumaßnahmen sollte die Bevölkerung mehr einbezogen werden“. Angeregt wurde auch, ob es nicht mehr Fußgängerüberwege am Hardtwaldring geben kann.
Daniel Born, der in der kommenden Landtagswahl als Nachfolger von Rosa Grünstein kandidiert, gaben solche Anmerkungen Einblick in die aktuellen Diskussionen des Oftersheimer Gemeinderats. Als Kreisrat und Gemeinderat seiner Heimatgemeinde kennt er selbst das nicht immer einfache Geschäft der Bürgervertretung, bei dem viele Interessen unter einem Hut zu bringen sind.
Die Station „Auf den Ketscher Weg“ zeigte, welche Überlegungen eine Rolle spielen, um für Feuerwehr, Rotes Kreuz und möglicherweise Bauhof einen neuen Standort zu finden. Wolfgang Burkhardt erklärte, welchen Platz eine Ortsfeuerwehr benötigt, damit alle Fahrzeuge schnell bewegt werden können. Hier gibt es noch keine eindeutige Auffassung im Gemeinderat, berichtete Jens Rüttinger: „Wir müssen erst die Bedarfe genau ermitteln und dann jeweils das Für und Wider genau abwägen.“
Auf dem weiteren Weg nach Nord-West war die einhellige Meinung, dass die Unterführung „klasse ist“. Dabei hatte ursprünglich die Bahn vor, den Fußgänger- und Radfahrtunnel deutlich schmaler bauen zu lassen. Erst die hartnäckige Intervention durch den Gemeinderat brachte das bessere Ergebnis.
Für den Lessingplatz als Kleinod des Neubaugebiets kann sich SPD-Ortsvereinsvorsitzender Andreas Heisel vorstellen, dass hier einmal im Jahr die Veranstaltung „Musik im Park“ stattfindet: „Das kann sicher dazu beitragen, vielen neu hierhergezogenen die Aktivitäten der Heimatgemeinde näher zu bringen.“ Als verpasste Gelegenheit wurde bemängelt, dass beim Anlegen des Platzes keine Toilette vorgesehen wurde.
Am Bahnhof wurde daran erinnert, dass die Gemeinde längst mit der Anhebung der Bahnsteige in Vorleistung gegangen ist, die weitere Umgestaltung des Haltepunktes aber stockt. Seitens der Bahn herrsche große Unübersichtlichkeit, klagte Gemeinderat Rüttinger, wenn es darum ginge mehr zu erfahren. Beim Weg durch die Ortsmitte am Feuerwehrhaus vorbei kam das Thema Mehrgenerationenwohnen auf. Hier sei es wichtig, dass Läden und Arztpraxen in direkter Nähe seien.
Einer Meinung waren sich die Teilnehmer bei den Kreisverkehren. Die hätte man, auch mit Blick auf die eine oder andere Nachbargemeinde, etwas ansprechender gestalten können. Aber auch das ließe sich noch ausbügeln, lautete ein Vorschlag: Wenn es um künstlerische Gestaltung ginge, sei noch Platz vor dem Rathaus. Eine Skulptur wie die Spargelfrau auf dem Schwetzinger Schlossplatz kann sich ein Teilnehmer der Radtour vorstellen. Traditionelle Berufe gab es in Oftersheim schließlich auch. Und die Vergangenheit der Gemeinde bekäme damit ein Gesicht.
Andreas Heisel