Kommunalpolitische Raderkundung im Neubaugebiet Nord-West
Kommunalpolitische Raderkundung im Neubaugebiet Nord-West
Eine große Gruppe Radler hatte sich eingefunden, um gemeinsam mit den Gemeinderäten und Vorstandsmitgliedern der SPD das Oftersheimer Neubaugebiet Nord - West zu erkunden, " neuralgische" Stellen zu besichtigen oder sich einfach nur zu informieren. Der Treffpunkt war vor der neuen Unterführung in der Hildastraße, vor dem noch brach liegenden Gelände der ehemaligen Schreinerei Wilhelm. Geplant ist der Umzug der Feuerwehr und des Roten Kreuzes auf dieses Gelände, das ausreichenden Platz für die Bedürfnisse dieser wichtigen Einrichtungen bieten würde. Die neue Unterführung selbst wird von den Oftersheimer Bürgern gut angenommen, es herrschte ein lebhaftes Treiben. Kritisiert wurde nur der schon beschädigte Anstrich und der Missbrauch der Umgebung als " Hundetoilette" , und das ein paar Meter bevor es auf die Felder geht...
Nach dem Durchfahren der Unterführung ging es auf das Gelände neben der Bahn, das als Spielfläche vorgesehen ist. Hier sollen Kinder und Jugendliche auf einer Rasenfläche Ball spielen können. Direkt neben der Lärmschutzwand ein nicht immer ungefährliches Vorhaben, dass sich allerdings mit einer weiteren Umzäunung in den Griff bekommen ließe. Der Fahrradweg nach Schwetzingen direkt hinter der Brücke ist mittlerweile asphaltiert, was nicht nur die Antragsteller von der SPD - Gemeinderatsfraktion erfreute.
Noch völlig unbebaut ist das " Sondergebiet" innerhalb des Neubaugebietes. An dieser sehr großen Fläche sollen in Kürze ein Supermarkt und andere ortsnahe Dienstleistungen entstehen. Die Gemeinde befindet sich derzeit kurz vor Vertragsabschluss mit einem Investor, der für die Bebauung des Geländes zuständig wäre. Ein weiterer wichtiger Punkt war und ist der ehemalige Quartiersplatz , mittlerweile in Lessingplatz unbenannt. Dieser sehr aufwändig gestaltete, zentrale Platz des Neubaugebietes mit dem Kinderspielplatz und den Ruhemöglichkeiten wird eine wichtige Rolle spielen. Kritisiert wurden die Spielgeräte für die Kinder, die Rutsche mit dem begehbaren Turm hat sich als zu gefährlich erwiesen. Auch wurde bei der Gestaltung des Platzes geklotzt und nicht gekleckert, aber vielleicht wäre nach Auffassung einiger Teilnehmer mehr Rasenfläche und weniger fester Untergrund besser gewesen, und auch die Bäume gaben von ihrer Gestaltung her Anlass zu so mancher Kritik...
Sehr erfreut waren die Teilnehmer über den integrativen Kindergarten und die Begegnungsmöglichkeiten, die durch die Lebenshilfe möglich gemacht werden sollen.
Volker Kurz von der Lebenshilfe stellte das Projekt kurz vor und beantwortete einige Fragen. Probleme gibt es allerdings für einige Neubürger mit den Sickergruben, die vorgeschrieben sind, aber auf relativ kleinen Gartengrundstücken sehr viel Platz benötigen. Hier sollte die Planung noch einmal überdacht werden. Ansonsten entwickelt sich das Neubaugebiet prächtig und vor allem sehr schnell, wie nicht nur die Teilnehmer feststellen konnten. Auch die beiden weiteren Spielplätze wurden besichtigt, beide noch ohne Spielgeräte und auch weitgehend baumlos, was die Temperaturen im Sommer sehr hoch treiben dürfte, aber sehr schön angelegt und wichtig für die vielen jungen Familien. Daher wurde eine weitere Beschattung der Spielplätze gefordert.
Die sehr informative und kurzweilige Radtour endete genau an der Ecke gegenüber des Bahnhofes, wo ein Seniorenzentrum und Pflegeheim entstehen soll, das in Trägerschaft des Arbeitersamariterbundes betrieben wird. In der " Kornblume" endete dieser interessante Nachmittag, wo bis weit in den Abend hinein über die Zukunft Oftersheims diskutiert werden konnte...
Ingo Staudt