- Stellungsnahme der SPD-Fraktion Oftersheim zum Bellamar-Konzept
durch Gemeinderat Peter Wierer
- Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 25. Januar 2011
- Stellungsnahme der SPD-Fraktion Oftersheim zum Bellamar-Konzept
durch Gemeinderat Peter Wierer
- Aus der Sitzung des Gemeinderats vom 25. Januar 2011
Meine Damen und Herren,
die SPD-Fraktion stimmt den notwendigen Sanierungen im Bellamar zu. In den kommenden Jahren sind dafür insgesamt ca. 4, 5 Millionen Euro vorgesehen.
Nicht befürwortet, d.h. abgelehnt wird von der SPD der Ausbau bzw. die Erweiterung der Sauna mit einer Investitions-Summe von ca. 535.000,- Euro. Dazu zählt neben der Vergrößerung des Saunagartens (30.000,- €) auch der Neubau einer Erd-Sauna (90.000,- €). Außerdem ist ein Ruhe-Teich (35.000,- €) und ein Ruhe-Haus (300.000,- €) sowie beheizte Gehwege auf dem Sauna-Gelände vorgesehen. Die Prüfung der Wirtschaftlichkeit der Sauna-Erweiterung ist zwingend notwendig, fordert der externe Berater. Sie liegt noch nicht auf den Rats-Tischen in Schwetzingen und Oftersheim.
Herr Baust, wir sollten den heute zu fällenden Beschluß aufteilen und getrennt abstimmen über a) die Sanierungen und b) die Sauna-Erweiterung.
Warum lehnt die SPD-Fraktion die Sauna-Erweiterung ab? Die Hallen-Mieten für die Oftersheimer Vereine werden erhöht, das Ortsmittefest fällt dieses Jahr aus. An allen Ecken und Enden wird gespart. Die Rücklagen sind auf Null geschrumpft. Angesichts leerer Kassen klagt auch unser Bürgermeister über die finanzielle Schieflage des Gemeinde-Haushalts. Kredite müssen aufgenommen werden. Zum Jahresende erreichen wir den noch nie da gewesenen Schuldenstand von 8 Millionen mit einer Zins- und Tilgungslast von 600.000,- Euro. Trotzdem soll Geld für die Erweiterung der Sauna ausgegeben werden. Die jetzige Sauna kommt bei den Besuchern an. Warum? Weil sie komfortabel genug ist! Wir brauchen keine „Sauna de luxe“! Wir brauchen Krippen-Plätze und Kindergärten für unsere Kleinen. Die Sanierung der Straßen und ihrer Löcher, die Instandhaltung der öffentlichen Gebäude der Gemeinde und der Schulen sowie die Sanierung der Kanalisation und der Brücken kosten Millionen. Sie stehen ganz oben auf der Prioritäten-Liste und warten seit langem auf Reparatur.
Noch ein Wort zur Schließung des Außenbeckens. Der Vorschlag, im Vorfeld eine Bürgerversammlung über das Bellamar abzuhalten, wurde ignoriert. Die Empörung in der Bevölkerung ist berechtigt. Die Quittung – zwischenzeitlich sind es 1.000 Unterschriften der Bellamar-Besucher - folgte auf dem Fuß. Der befürchtete Besucher-Schwund und die Menge von Verbesserungs-Vorschlägen aus der Mitte der Schwimmer hätte es verdient, diskutiert zu werden. Und noch eins. Wir haben im Bellamar vor Ort die DLRG, eine Institution mit viel Know-how, die bei den weiteren Maßnahmen und Planungen unbedingt hinzugezogen werden sollte. Im heutigen Artikel in der Schwetzinger Zeitung wird geschildert, was die Schwetzinger DLRG im Bellamar alles ehrenamtlich leistet.
Peter Wierer