
Radtour zur Besichtigung kommunalpolitischer Schwerpunkte

Radtour zur Besichtigung kommunalpolitischer Schwerpunkte
Vielleicht nicht ganz im Tempo der Berufsradfahrer bei der „Tour de France“ , dafür aber garantiert dopingfrei startete der SPD – Ortsverein Oftersheim bei morgendlicher Hitze am neu renovierten Rathaus die Radtour durch die Gemeinde.
Nachdem der Vorsitzende Jens Rüttinger die Gäste begrüßt hatte, begann Gemeinderat Gerhard Wenner direkt am Ort mit seinen Erläuterungen. Er wies darauf hin, dass die neugestaltete Ortsmitte ein Blickfang der Gemeinde sei, es aber auch Probleme mit den Pflastersteinen auf der oft befahrenen Kreuzung gebe. Wer für die Mängelbeseitigung die Kosten zu tragen hat, entscheiden die Gerichte.
Nach dieser ersten Station ging es weiter in die Mannheimer Straße 59, wo der Karnevalsverein gerade mit den Vorbereitungen für das Kienholzknorrefest beschäftigt war. Schon seit Jahren beanstandet die SPD-Fraktion die sehr unebene Hoffläche, die ein großes Gefährdungspotential darstellt. Hier muss dringend etwas unternommen werden. Völlig unzulängig ist auch die kleine, und viel zu schmale Rampe die Gehbehinderten helfen sollen, vom rückwärtigen Parkplatz in die Scheune zu gelangen.
Nach dem Gemeindezentrum ging es an die Bahnlinie, wo in der Verlängerung der Hildastraße eine neue Unterführung gebaut wird. An der Stelle der ehemaligen Schreinerei Wilhelm ist beabsichtigt, der Feuerwehr und dem DRK ein neues zu Hause zu schaffen. Die SPD-Fraktion, so Gerhard Wenner, hält an der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde fest, im Jahr 2008 mit Planungen und im Jahr 2009 mit dem Bau eines Feuerwehr- und Rettungszentrums zu beginnen.
Der nächste Punkt , an dem sich in Zukunft einiges ändern wird, ist der Bahnhof. Hier werden demnächst die Lärmschutzmaßnahmen vervollständigt und der Bahnhof
S-Bahn tauglich gemacht. Auch die Fahrradstellplätze müssen teilweise verlegt werden. Noch nicht fest steht dagegen wohl, was mit den Wohncontainern passiert, die einst für Asylbewerber bereitgestellt wurden.
Vom Bahnhof über den Biegen ging es anschließend bei hochsommerlichen Temperaturen in Richtung Uhlandstraße, um auch diesen Teil Oftersheims unter die Lupe zu nehmen. Was allen Teilnehmern auf ihren Rädern auffiel, war der teilweise doch sehr schlechte Zustand der innerörtlichen Straßen. Der Gedanke an den strengen Winter mochte zwar kurzzeitig Kühlung verschaffen, aber seine Auswirkungen waren angesichts der Schlaglöcher und Buckelpisten nicht erfreulich.
In der Uhlandstraße wurde das Konzept der Spielstraße und der Zustand der Baumkübel zur Kenntnis genommen, ehe es zur Ortseinfahrt an der Heidelberger Straße ging, wo die Errichtung eines Verkehrskreisels mit seinen vielen Vorteilen erörtert wurde.
Nächster Ortstermin war der Kinderspielplatz in der Gartenstrasse, der neu gestaltet werden soll. An der Frage nach Möglichkeiten für Ballspiele erhitzten sich die Gemüter. Der Spiel- und Bolzplatz am Hardtwaldring werden ebenfalls in Augenschein genommen. Warum der Bolzplatz nur ein Tor hat und warum das zweite fehlende Tor nicht schon längst ersetzt wurde, soll beim Bauamt angefragt werden.
Abgerundet wurde der informative Ausflug durch Oftersheim mit einem Besuch der Karl- Frei- Halle, deren Dach gerade renoviert wird. Auch der Schulhof der Theodor- Heuss- Schule mit seiner Komplettversiegelung müsse irgendwann ins Auge gefasst werden. Doch da die Gemeinde nicht über unbegrenzte Mittel verfügt, müssen Prioritäten gesetzt werden. Wo diese liegen könnten, wurde zum Abschluss der gelungenen Veranstaltung in der Gastwirtschaft des Hundesportvereins diskutiert, in der sich die „Radler“ erfrischen und stärken konnten
Ingo Staudt