SPD- Kandidaten stellen sich öffentlich vor

Veröffentlicht am 11.05.2009 in Wahlen

Es war diesmal keine Vorstandssitzung, kein Kandidatentreffen und auch keine mehr oder weniger intime interne Veranstaltung des SPD Ortsvereins Oftersheim, zu der Jens Rüttinger die zahlreichen Gäste begrüßen durfte. In erheblich größerem Rahmen als üblich , nämlich in den Rose-Saal, hatte der sozialdemokratische Ortsverein die Vorstellung "seiner" Kandidatinnen und Kandidaten verlegt, um der Öffentlichkeit zum einen natürlich den eigenen Wahlvorschlag als auch zum anderen das Wahlprogramm zu präsentieren. Äußerst gekonnt moderiert wurde die Veranstaltung vom Bundestagskandidaten der SPD für den "Spargelwahlkreis" , Werner Henn.

Mit der Mannheimer Bildungsbürgermeisterin Gabriele Warminsky- Leitheußer konnte eine hervorragende Referentin zum Thema Kinder- und Jugendförderung gewonnen werden, ein Thema, welches der Oftersheimer SPD sehr am Herzen liegt. Zunächst einmal aber stellte Gerhard Wenner , Fraktionsvorsitzender der SPD im Gemeinderat, die Erfolge der örtlichen Parteiarbeit in den letzten Jahren vor. Er erwähnte die in den kommenden Jahren sicher schwieriger werdende Finanzlage der Kommunen, die auch vor Oftersheim nicht Halt machen wird. Trotzdem sei es in den letzten Jahren gelungen, sozialdemokratische Akzente in der Gemeinde zu setzen. Es war nicht immer einfach, die teilweise widerstrebenden Interessen von Ökonomie, Ökologie, Gemeinschaft und Einzelinteressen gerecht zu werden, trotzdem wurde einiges auf den Weg gebracht. Gerhard Wenner erinnerte an den Antrag zur Errichtung eines Naturschutzgebietes, das sämtliche Oftersheimer Dünen umfasst, an das Projekt " Notinsel" für die Sicherheit der Kinder und an das Angebot der Ganztagsschule in der Theodor-Heuss-Schule, was direkt zum Thema der Referentin aus Mannheim führte.

Von Werner Henn vorgestellt, kam die Bildungsbürgermeisterin aus der zweitgrößten Stadt Baden-Württembergs gleich auf ein Kernthema sozialdemokratischer Politik zu sprechen, die Herstellung von Chancengerechtigkeit durch gleichberechtigten Zugang zur Bildung. Die Kommune oder der Kreis hätten als Schulträger zwar die Ausstattung der Schulen zu verantworten, aber auf die Bildungsinhalte und deren Vermittlung eigentlich keinen Einfluss. Mannheim habe mehrere hundert Schüler im Jahr, die das Bildungssystem ohne Abschluss verlassen, deren Einstieg in den Beruf praktisch schon vorher verbaut ist. Was die Stadt Mannheim gerade versucht, ist ein Auffangen dieser Schüler durch ein Bildungsangebot der Stadt, die Schüler mit Lernschwierigkeiten durch Zusatzangebote unterstützt. Worauf die Kommune selbstverständlich Einfluss hat, ist der erste Teil des Bildungssystems, die Kinderkrippen und Kindergärten. Bildung sei mittlerweile ein lebensbegleitender Prozess, der von der Wiege bis zur Bahre anhalte. Jedes Kind müsse die Gelegenheit haben, seine Talente voll zu entfalten und so weit und so früh wie möglich gefördert zu werden, so Frau Warminsky-Leitheußer. Großer Beifall des Publikums gab es für diesen kurzweiligen und spannenden Vortrag.

Um das Programm aufzulockern, hatte der Ortsverein den Reilinger Mundartdichter, Gemeinde- und Kreisrat Charly Weibel eingeladen, der mit seinen Liedbeiträgen die Veranstaltung bereicherte. Oft sah man Zuhörer sich Tränen aus den Augen wischen, und da es um Lachtränen handelte, musste man das nicht einmal verstohlen tun. Vom Friedhof als wichtigem Kommunikationsort über die Tätigkeit als Gemeinderat bis zum Arztbesuch reichen die Themen des beliebten Künstlers, immer auf den Punkt gebracht und sehr gekonnt vorgetragen. Seine Beiträge und die hervorragende Moderation des " Medienprofis" Werner Henn nahmen anschließend den Kandidatinnen und Kandidaten die Aufregung, denn es ist gar nicht so einfach, vor einem größeren Publikum etwas über sich selbst zu sagen. So konnte von Platz 1 bis Platz 22 der Wahlliste jede und jeder etwas dazu sagen, was er oder sie beruflich macht, warum die Person für die SPD kandidiert oder welche Schwerpunkte in der politischen Arbeit man setzt oder setzen will. Näheres zu den Kandidatinnen und Kandidaten erfahren sie in einer der nächsten Ausgaben. Da der SPD Ortsverein zudem noch bestens für das leibliche Wohl seiner Gäste gesorgt hatte , kam zu keinem Zeitpunkt Langeweile auf. Nach der Vorstellung der Kandidaten für die Gemeinderatswahl hatten die Kreistagskandidaten aus Oftersheim, Janfried Patzschke, Jens Rüttinger und Claudia Ruland ebenfalls Gelegenheit, sich kurz vorzustellen.

Zu guter letzt gab Moderator Werner Henn das Wort noch einmal an den Ortsvereinsvorsitzenden Jens Rüttinger ab, der die Kurzversion des schon verabschiedeten Wahlprogramms zum ersten mal verbal öffentlich vorstellte ( schriftlich veröffentlicht ist es schon). Die Kernthemen der Oftersheimer Sozialdemokratie im Wahlkampf 2009 sind die folgenden sechs Teilbreiche: 1. Familien-Jugend-Senioren, 2. Natur und Umwelt, 3. Einzelhandel und Gewerbe, 4. Sicherheit, 5. Bauen und Verkehr und 6. Vereine und Kultur. Zu jedem dieser Punkte stellt sich die SPD und ihre Kandidaten der öffentlichen Diskussion, Werner Henn dankte zum Abschluss allen Kandidatinnen und Kandidaten für ihren Mut, sich mit ihren Überzeugungen dem Votum des Wählers zu stellen. Wer diese sehr gelungene Veranstaltung versäumt hat, bekommt in den folgenden Wochen noch zahlreiche Gelegenheiten, die Kandidaten kennen zu lernen und mit ihnen zu sprechen. Der Wahlkampf ist jetzt öffentlich eingeläutet, die SPD Oftersheim ist personell und programmatisch sehr gut gerüstet.

Ingo Staudt

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

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  • Tempo 30 im ganzen Ort und zügige Sanierung der Straßen
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