SPD-Fraktion berichtet aus der Gemeinderatssitzung

Veröffentlicht am 23.11.2005 in Fraktion

Ganztags-Schule in die Gänge gebracht

Die Initiative der SPD-Fraktion hat gefruchtet. Der Gemeinderat stimmte der Einrichtung einer Ganztags-Schule an der Theodor-Heuss-Schule zu.

Gemeinderat Janfried Patzschke machte für die SPD-Fraktion deutlich, dass sich das Gemeinde-Parlament bei der Errichtung einer Ganztagsschule zur Verbesserung der Qualität unseres Bildungs-Systems mit einer zentrale Frage befasse, nämlich mit der Zukunftsfähigkeit unserer Jugend und unserer Gesellschaft. Bei Vergleichs-Studien verlieren wir den schulischen Anschluß auf nahezu allen Feldern der Bildungspolitik, mit gravierenden Folgen für unsere Kinder, aber auch für unsere Volkswirtschaft. Die Gemeinden fordern bessere Schulen und Baden-Württemberg blockt ab. Diese Landesregierung muß zum Jagen getragen werden. Die Zeit ist reif und vor den bevorstehenden Landtagswahlen auch günstig.

Wir brauchen eine optimale Vorbereitung aller Kinder auf die Schule und den Beruf. Janfried Patzschke machte deutlich, Betreuung, Spracherziehung, soziale Kompetenz und Förderung der Begabung jedes einzelnen Kindes müssen deutlich verbessert werden. Er kritisierte die zu großen Klassen und die riesige Zahl der Schulabbrecher. 40 % aller Schüler überleben nur durch Nachhilfe. Bei entsprechender Förderung könnten wesentlich mehr Realschüler und Hauptschüler die Hochschulreife erreichen. Wir haben in Deutschland die geringste Abiturienten-Rate, beklagte er.

„Es ist nicht hinnehmbar, dass die Zukunfts-Chancen unserer Kinder abhängig sind von ihrer sozialen Herkunft und nicht von ihrer Begabung,“ erklärte Janfried Patzschke. Eltern können nicht immer die Verantwortung für Bildung und Erziehung wahrnehmen. Kindergarten-Beiträge, Studiengebühren und fehlende Betreuungs-Angebote verstärken diese Fehlentwicklung, deren Folgen wir alle zu tragen haben. Wenn wir unseren Lebensstandard erhalten und ausbauen wollen, müssen wir alle anpassungsfähiger, innovativer, besser qualifiziert und leistungsfähiger werden. Das finanzielle Angebot der Regierung Schröder, die Ganztags-Schulen auszubauen, hat Frau Schavan nicht für notwendig erachtet – das ist ein Trauerspiel - und diese Frau will Bildungsministerin in Berlin werden. Die Betreuung in Ganztags-Schulen soll von Ehrenamtlichen erfolgen – wer, wie Ministerpräsident Öttinger so etwas äußert, hat nichts verstanden und ist nicht qualifiziert, dieses Land zu regieren. Geld für Lehrerstellen in Ganztags-Schulen wird nicht bereitgestellt, dafür aber sieben Mio. € jedes Jahr für die Werbung „Wir können Alles außer Hochdeutsch“, kritisierte Janfried Patzschke. „Mit dem Antrag der SPD-Fraktion vom 8. Nov. 2004 auf Errichtung einer Ganztags-Schule haben wir auf die Notwendigkeit unserer Zeit reagiert. Wir sind keine soziale Brennpunktschule, aber wie fast alle anderen, eine bildungspolitische Brennpunktschule.“

Janfried Patzschke bedankte sich im Namen der SPD-Fraktion bei allen Beteiligten in Verwaltung und Schule für die Konzepte, besonders beim Schulleiter, Herrn Klemm, den Lehrern und Lehrerinnen und den Eltern der Theodor-Heuss-Schule. „Sie haben Vorbildliches geleistet und eine Schule entworfen, die unsere Kinder auf eine erfolgreiche Lebens- und Berufswelt vorbereiten kann. Die Vorlage der Verwaltung lässt keine oder fast keine Frage offen, mit der sich die SPD-Fraktion einverstanden erklärt und einhellig zustimmt. Die baulichen Investitionen, die für die Ganztags-Schule notwendig sind, werden wir gemeinsam schultern. Für den Erfolg der Ganztags-Schule ist aber unabdingbar eine ausreichende pädagogische Betreuung – gemeint sind die erforderlichen Lehrer-Deputate. Dafür müssen wir – Gemeinderat, Verwaltung und Schule - gemeinsam nach oben Druck machen!“

Peter Wierer

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

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