SPD-Fragebogen zur Kinderbetreuung

Veröffentlicht am 26.06.2007 in Ortsverein

Ergebnisse liegen vor – Flexiblere Öffnungszeiten gewünscht

Nachdem der SPD Ortsverein Oftersheim bereits Ende April eine gut besuchte Veranstaltung zum Thema „Kinderbetreuung in Oftersheim“ durchgeführt hat, stehen nun die Ergebnisse des Fragebogens fest. Schon die Erstellung eines Fragebogens zum Thema Kinderbetreuung war für die drei Initiatoren Jochen Baust, Werner Kerschgens und Jens Rüttinger schwierig, da man die Fragen neutral stellen und die Beantwortung einfach gestalten wollte. Nachdem der Rücklauf der Fragebogen abgeschlossen und die Antworten rechnerisch erfasst und ausgewertet waren, beschäftigte sich der Vorstand der SPD Oftersheim intensiv mit den Wünschen und Forderungen der Eltern. Die Ergebnisse werden nun in die weitere politische Arbeit der Gemeinderatsfraktion und des Ortsvereins einfließen.
Interessant war auch die Tatsache, dass sich auch Familien an der Fragebogen-Aktion beteiligt haben, die derzeit keine Kinder haben, diese aber in ihre Lebensplanung in naher Zukunft einbeziehen wollen.
Auf die Frage, wie die Kinder betreut werden bzw. wurden fiel der höchste Anteil mit über 77% auf die Betreuung durch Familienmitglieder. Durch die Möglichkeit von Mehrfachnennungen wurde die Betreuung in einem Halbtages- oder Teilzeitplatz einer Kindertagesstätte oder einem Kindergarten mit 59,1% angegeben. Nur rund 9% der Kinder haben eine Ganztagesplatz. Fast 41% der Eltern gaben an, die Betreuung durch privat finanzierte Lösungen, wie z.B. Tagesmutter, Babysitter, Au Pair oder ähnliches zu realisieren.
Bei Frage 3 wurde gefragt, ob die Organisation der Kinderbetreuung für die Eltern ein Problem darstellt. Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich. Es stellte sich heraus, dass die Öffnungszeiten der Oftersheimer Einrichtungen nicht immer den Wünschen der Eltern entspricht. 77,3% gaben dies als Problem an. Auch bei Ausnahmefällen, wie einer Dienstreise des betreuenden Elternteils oder bei Krankheit des Kindes wurde von über der Hälfte aller Umfrageteilnehmer als Problem benannt. Auch Finanzierungsprobleme (z.B. Kosten der Betreuung sind zu hoch) wurde auf jedem zweiten Fragebogen vermerkt. Weiterhin wurde der Umfang des gemeindlichen Betreuungsangebotes (z.B. Ganztagesplatz, Kinderkrippe) von rund 41% als nicht ausreichend bezeichnet. Einige meinen, dass auch die Qualität der Kinderbetreuung nicht zufriedenstellend sei (22,2%). Insbesondere wurden aber fehlende Krippen- und Ganztagesplätze, sowie ein fehlendes Mittagessen bei den Kindergartenangeboten mit verlängerten Öffnungszeiten (es gibt 2. Frühstück) bemängelt.
Auch bei Frage 4 waren Mehrfachnennungen möglich. Hier wurde gefragt, welcher Umfang von Kinderbetreuung dem persönlichen Bedarf entspricht. Hier zeigt sich bei der Betreuung in einer bestimmten Zeit ein sehr differenziertes Bild. Je nachdem, welchem Beschäftigungsverhältnis die kinderbetreuende Person nachgeht (z.B. Schichtarbeiter, Alleinerziehende oder Halbtagsbeschäftigte), richtet sich der Betreuungs- bzw. Zeitbedarf. Als sogenannte „Kernzeit“ kann man eine Betreuungszeit von 6.30 Uhr bis 17 Uhr feststellen. Auch die Betreuung der Kinder im Alter von 0 - 1 Jahr wurde von fast 14% als wichtig erachtet. Bei den Kindern im Alter von 1 – 2 Jahren gaben über 36% der Eltern einen Betreuungsbedarf an.
Bei der vorletzten Frage, entschieden sich mit fast 82% der Eltern für ein qualifiziertes Betreuungsangebot in öffentlichen Einrichtungen. Lediglich 9% wäre eine Geldleistung, mit der die Betreuung selbst nach eigenen Wünschen finanziert werden könnte, lieber. Weitere 9% trafen hier keine Entscheidung.
Bei der 6. und letzten Frage wurde gefragt, ob die Umfrageteilnehmer eine Beitragsstaffelung für alle Oftersheimer Betreuungsangebote für wünschenswert hielten, nachdem bereits die Kindergartenbeiträge für die Tagesgruppe in der Tagesstätte Fohlenweide einkommensabhängig sind. Hier gab es ein Patt, denn es stimmten ebenso viele dafür, wie dagegen (jeweils 27,3%). 45,4% sind bei dieser Frage noch unentschlossen.
Für die Sozialdemokraten stellen die Ergebnisse eine Arbeitsgrundlage für die anstehenden Beratungen zum neuen Kindergartenjahr und besonders für die Planungen der Zukunft dar. Einige Antworten, wie die nach der Betreuungsqualität müssen hinterfragt werden. Hier zeigten sich die Initiatoren völlig überrascht, ging man doch bisher von einer guten Betreuung aus.
Abschließend dankt die SPD Oftersheim allen Teilnehmern, die sich an dieser Aktion beteiligt haben. Für den SPD Ortsverein verspricht der Vorsitzende Jens Rüttinger, sich auch weiterhin um die Belange Kinderbetreuung, Spielplätze und Bildung einzusetzen. So sind bereits weitere Aktionen und Veranstaltungen geplant. Hierbei können auch interessierte Nicht-Parteimitglieder mitwirken. Einfach bei einem Vorstandsmitglied oder Gemeinderat der SPD melden – und los geht´s!

Jens Rüttinger

 

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