Oftersheimer Wald auch ökologisch betrachten

Veröffentlicht am 02.01.2007 in Fraktion

Fraktion berichtet aus der Gemeinderats-Sitzung

Die Gesamt-Kosten für den Oftersheimer Gemeindewald wurden für das Jahr 2007 mit 19.500,- € und die Erträge aus der Holzernte auf 6.500,- € veranschlagt. Dieses Defizit von 13.000,- €, das durch Jagdpacht-Einnahmen in Höhe von 7.000,- € auf 6.000,- € vermindert wird, nahm das Plenum zur Kenntnis.

Gemeinderat Peter Wierer führte für die SPD-Fraktion aus, den Oftersheimer Wald nur nach kommerziellen Gesichtspunkten zu betrachten, wäre falsch. Der Wald stellt als wichtiger Bestandteil des Oftersheimer Naherholungsgebiets einen hohen immateriellen Wert dar und ist ökologisch gesehen, ein bedeutendes Gut. Wir dürfen nicht müde werden, immer wieder daran zu erinnern, welchen hohen umweltfreundlichen Stellenwert dieses Naherholungsgebiet mit seinen Dünen und seinen Landschafts- und Naturschutzgebieten einnimmt.

Dass der Wald sterbenskrank ist, weiß jeder. Fast 50 % der Bäume sind in Baden-Württemberg deutlich geschädigt. Vom extrem heißen und trockenen Sommer 2003 hat sich der Wald immer noch nicht erholt. Die Feinde des Waldes sind die Luft-Schadstoffe, die Eichen-Prozessionsspinner und die Borkenkäfer. Aber auch in Schwetzingen sitzen Feinde, die dem Wald großen Schaden zufügen wollen. Dort besteht die Absicht, die L 722 durch den Oftersheimer Wald zu forcieren. Dünen und Schutzgebiete werden zerschnitten. Dagegen werden sich aber die Oftersheimer Bürger massiv wehren und wollen das dem neuen Oberbürgermeister gleich mit auf den Weg geben.

Die traditionelle, jährliche Waldbegehung des Gemeinderats mit Revierleiter Gerd Volkland hat noch nicht stattgefunden. Die Begehungen und der Gedankenaustausch über den Oftersheimer Wald mit Gerd Volkland erwiesen sich immer als sehr nützlich. Vor Ort werden die Gemeinderäte aus erster Hand über die Pflege und den Zustand der Bäume informiert und können das Krankheitsbild des Waldes in Augenschein nehmen.

Peter Wierer

 

Unser Landtagsabgeordneter Daniel Born

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