Energie-Contracting: Chance für klamme Gemeinde

Veröffentlicht am 26.03.2008 in Fraktion

SPD-Fraktion berichtet aus der Gemeinderats-Sitzung

Das „Contracting“ ist eine relativ neue Vertragsform, die mit seriösen, liquiden Firmen abgeschlossen werden. Das Unternehmen finanziert die notwendigen Investitionen vor. Dadurch könnte die Gemeinde Oftersheim ihren Vermögenshaushalt entlasten.

Gemeinderat Gerhard Wenner führte für die SPD-Fraktion aus, dass die Heizungsanlagen der Theodor-Heuss-Schule und der Friedrich-Ebert-Schule veraltet sind und viel Energie verpulvern. Die Gebäude-Hüllen, Fassaden, Dächer und Fenster entsprechen nicht mehr den Vorschriften der Energie-Einspar-Verordnung. Der Zeitpunkt ist absehbar, wo durch immer stärker steigende Energiepreise die Betriebskosten erheblich zu Buche schlagen werden.

Gemeinderat Gerhard Wenner machte deutlich, dass die Gemeinde Oftersheim diese Investitionen mit eigenen Mitteln oder durch Aufnahme von Krediten finanzieren könnte. Eine dritte Möglichkeit wäre, sich einen finanzstarken Vertragspartner zu suchen, der im Rahmen eines Energie-Einspar-Contractings die technischen Anlagen modernisiert und bezahlt. Auf Grund der soliden Beratung und den guten Informationen der „Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH“ (KEA) aus Karlsruhe, hält die SPD-Fraktion dieses Modell für einen interessanten Weg. Ein großer Vorteil wäre dabei, dass die Gemeinde ein sehr kleines Risiko trägt, dafür der Vertragspartner sein Kapital und Know-how zur Verbesserung des Energie-Managements in den beiden Schulen sowie in der Karl-Frei-Sporthalle einsetzt. Er übernimmt die Garantie, dass durch technische und bauliche Investitionen die Energiekosten in einem bestimmten Umfang reduziert werden. Er trägt auch die Verantwortung für den Betrieb, die Instandhaltung und die Wartung seiner Investitionen.

Gemeinderat Gerhard Wenner wies darauf hin, dass das Unternehmen durch die modernen Anlagen enorme Energiekosten einspart, mit denen es die getätigten Investitionen bezahlt. Die Gemeinde entlastet die Umwelt, da durch den geringeren Energieverbrauch der Kohlendioxid-Ausstoß deutlich reduziert wird. Die SPD ist gespannt, was das Ausschreibungs-Verfahren bringt. Für die Gemeinde wird von Vorteil sein, dass die Beratung und Betreuung des Vergabeverfahrens von der KEA begleitet wird.

Peter Wierer

 

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