Außergewöhnlicher Einsatz, vorbildliche Verantwortungsbereitschaft .Thomas Kobbert (l) gilt unser Dank.Andreas Heisel
Wenn Thomas Kobbert nach seinem Ortsverein gefragt wird, dann fällt schnell der Satz: „In gewisser Weise ist die SPD ein Oftersheimer Verein.“ Für diesen Verein hat er 29 Jahre lang die Kasse geführt und nun an seinen Nachfolger übergeben.
Wenn Thomas Kobbert nach seinem Ortsverein gefragt wird, dann fällt schnell der Satz: „In gewisser Weise ist die SPD ein Oftersheimer Verein.“ Für diesen Verein hat er 29 Jahre lang die Kasse geführt und nun an seinen Nachfolger übergeben. Der Rückblick auf diese außerordentlich lange Zeit im Amt des Kassenwarts fängt in den 80er Jahren an. Als der gebürtige Mannheimer nach Oftersheim zog, entdeckte er sein Interesse für die Kommunalpolitik. „Ich fing an die Gemeinderatssitzungen zu besuchen und war fasziniert von den Debatten, die dort insbesondere von Gerhard Wenner und Janfried Patzschke angestoßen wurden, um der Gemeinde Zukunftsperspektiven zu geben.“
Selber Spross einer Arbeiterfamilie, lernte Thomas Kobbert den familiären Charakter des Ortsvereins schätzen und begann schnell Verantwortung zu übernehmen. 1986 folgte er auf Jürgen Deininger als Verantwortlicher für die Finanzen und war seitdem ununterbrochen Vorstandsmitglied. Als Parteistratege, räumt er allerdings ein, habe er sich nicht gesehen: „Ich sitze lieber in der zweiten Reihe. Die Organisation der Wahlkämpfe und der Ortsvereinsfeste waren mir wichtig. Auch das Aufstellen der Plakate.“ Einmal, als er noch Mitarbeiter im Zollamt Mannheim war, hat Thomas Kobbert für den Gemeinderat kandidiert. Seit er aber im Bauamt der Gemeinde Oftersheim unter anderem für die Verwaltung der Gemeindewohnungen zuständig ist, konnte er nicht mehr kandidieren.
Die Zeiten, als die Mitgliedsbeiträge der SPD noch in monatlichen Hausbesuchen eingesammelt wurden, waren längst vorbei, als Thomas Kobbert sein Amt antrat. Aber bei aller Erleichterung durch den Dauerauftrag bei der Bank - nach seiner Ansicht ist damit ein Stück Verbundenheit im Ortsverein verloren gegangen. Der regelmäßige Kontakt zu allen Mitgliedern hat, wie er findet, dadurch einen Anlass weniger. Sein sachlicher Blick zurück auf die Zeit seines Wirkens verklärt nichts: „Wir haben es nicht geschafft, die Jüngeren mitzunehmen. Wer nicht angesprochen wird, der geht auch nicht mit.“ Etwas, was viele Vereine und Parteien spüren.
Als Konkurrent für sein Dauerengagement ließ er den Fußball gelten. Heute spielt er hin und wieder noch in der Altherrenmannschaft Rohrhof. Und für solch eine lange Zeit im Vorstand der Oftersheimer SPD klingt Thomas Kobberts Fazit eher kurz: „Das war meine Leistung: Die Kasse hat immer gestimmt und unsere `Kriegskasse´ war stets gut gefüllt.“
Andreas Heisel